Clickbait-Frevel im Sunshine State Eine feministisch-politökonomische Analyse des Phänomens »Florida Man« und »Florida Woman«
Von Kaylin Lane und Jennifer M. Proffitt | Die Begriffe »Florida Man« und »Florida Woman« sind auf US-Nachrichtenmedien zurückzuführen, die über schockierende und ungewöhnliche Ereignisse in Florida berichten. Entsprechende Beiträge haben sich im Laufe der Zeit verbreitet. Dabei stereotypisiert diese Berichterstattung Männer und Frauen, macht sich über Verbrechen und kriminelles Verhalten lustig und lenkt die Aufmerksamkeit mithilfe von Clickbait-Überschriften auf belanglose Ereignisse, um dadurch Profit zu machen. In einer Textanalyse untersuchen wir die Berichterstattung über »Florida Man« und »Florida Woman« aus feministisch-politökonomischer Perspektive. Wir zeigen, wie Nachrichtenmedien mit »Florida Man« und »Florida Woman« Leser*innen anlocken, daraus Kapital schlagen und eine stereotype und fragwürdige Berichterstattung verstetigen.
