Desinfektionsjournalismus Die Corona-Berichterstattung ist kein Leuchtturm der Orientierung

von Timo Rieg

Abstract: Die journalistische Berichterstattung über die Corona-Pandemie hat viele grundsätzlich bekannte Defizite gezeigt. Vor allem Recherche und Meinungsvielfalt kamen zu kurz. Entscheidende Fragen wurden vom Journalismus nicht gestellt, kritische Stimmen nicht gesucht. Gleichzeitig hat die Politik Maßnahmen ergriffen, die noch viele Jahre lang Wirkungen und Nebenwirkungen zeigen werden und für die der demokratische Souverän mangels Beteiligung keine Verantwortung tragen kann.

Zu Beginn der Corona-Pandemie erlebten journalistische Medien einen Nachfrage-Boom (B5). Und mit dem, was geboten wurde, zeigte sich die Öffentlichkeit überwiegend zufrieden (B20). Allerdings sagen weder Nachfrage (Quote) noch Kundenzufriedenheit etwas über die Qualität der Berichterstattung aus, insbesondere nicht über einzelne Defizite. Mit der Leistung der Branche wird sich die Journalistik sicherlich noch intensiv beschäftigen, und wie es sich für journalistische Klempner gehört, wird es sinnvoll sein, sich der tropfenden, klemmenden, verkalkten Wasserhähne anzunehmen anstatt der akkuraten. Die bisher zu vernehmende Kritik zielt, neben vielen Kleinigkeiten, vor allem auf zwei Wahrnehmungen: erstens eine ›fast gespenstisch einheitliche Berichterstattung‹ (Meier/Wyss 2020), welche »die Krisenstrategie der Bundesregierung weitgehend kritiklos« transportiert (Linß 2020) und sich so zu »Systemjournalismus« (Jarren 2020) macht; und zweitens die Dominanz des Themas an sich. »Jedes Agenda Setting ist immer auch ein Agenda Cutting: Die Sendezeit […], die auf die Corona-Pandemie verwandt wird, verdrängt andere Sachverhalte und Ereignisse aus dem Sichtfeld« (Haarkötter 2020).

Für beide Punkte gibt es eine Vielzahl von Indizien, auf einige wenige werde ich im Folgenden hinweisen. Zahlreiche Reaktionen auf die geäußerte Medienkritik jedenfalls illustrieren eines der Kernprobleme im Journalismus, nämlich das Verwechseln von Tatsachen und den Ansichten dazu. Doch fangen wir vorne an: Wozu überhaupt ›Corona-Berichterstattung‹?

1. Demokratie verlangt eine informierte Öffentlichkeit

Wieviel der real existierende Journalismus der Demokratie nutzt, wieviel er ihr schadet, werden wir nie verlässlich wissen, weil die dafür nötigen Experimente schlicht nicht durchführbar sind. Die Idee: Allgemeine Wahlen verlangen informierte Wahlberechtigte[1], zu ihrem eigenen Wohl und dem Schutz der anderen. Und zur Kontrolle der Regierungen und ihrer unzähligen Behörden braucht es das gesellschaftliche Gespräch.

Für die exekutive Corona-Politik hatte niemand ein konkretes Mandat. In keinem Wahlprogramm wurde je ein Shutdown oder Lockdown angeboten, und allein die politische Synchronisation von Bund und 16 Ländern (B1) zeigt überdeutlich: Wahlberechtigte spielten keine Rolle, selbst Parlamente waren bedeutungslos (vgl. für Österreich ausführlich Ehs 2020). Stattdessen erhebt der Journalismus jene in der Politik, die sich längst selbst »Regierungschefs« (B1) nennen, zu »Länderchefs« (B14) oder Fürsten (B15). Sogar wenn man einem minimalistischen Demokratiemodell à la Joseph Schumpeter anhängen und die ›Elitendemokratie‹ befürworten sollte – änderbar müsste dies stets bleiben, denn ein solches Selbstbestimmungsrecht ist der Wesenskern von Demokratie (vgl. Abromeit 2002: 165). Es geht nie darum, die besten Entscheidungen zu treffen, sondern als (Zwangs-)Gemeinschaft so zu handeln, dass die größtmögliche Zufriedenheit bzw. die geringstmögliche Unzufriedenheit erzeugt wird: Meine Freiheit wird genau und nur dort zur Verhandlungssache, wo sie die Freiheit anderer tangiert (vgl. ausführlich Rieg 2020a).

Doch was haben die Medien rund um die Uhr gesendet, gedruckt, gepostet? Was die Exekutive von Bundesregierung bis zu lokalen Gesundheitsämtern empfiehlt, vorschreibt, vollstreckt, das ließ sich zu jedem Zeitpunkt in fünf Minuten sagen, mit Hintergrundinfos (›Was ist ein Virus?‹ etc.) brauchte es vielleicht 15. Und dann? Tüddelkram. Hier ein neuer Corona-Fall, dort ein Einreiseverbot, frustrierte Nicht-Urlauber hüben, ›gestrandete‹ Urlauber drüben, da eine Studie, drüben ein Regelungschaos. Hätte man nicht längst wissen müssen, reagieren können, kam dies, das, jenes zu spät, wo sind die Kontrollen, die Strafen, die harten Hände? Ferner Durchhalteparolen: Entschleunigung, Tipps fürs Homeschooling, ›Was ist deine Lieblingsmaske?‹. Und natürlich auch ein paar Skandalisierungen: Auf »Verschwörungsmythen« reiten die Medien seit Monaten rum, Einzelereignisse wie Ischgl, Rheda-Wiedenbrück oder ein Besuch bei den Eltern trotz Verbots (B2) werden tage- bis wochenlang durchgenudelt.

2. Eine informierte Öffentlichkeit verlangt journalistische Recherche

Was Politiker und die ihnen unterstehenden Behörden an Regularien erlassen, können diese heute sehr gut selbst den Menschen mitteilen (B8). Das ist keine »Umgehung von Medien« (B17), sondern technisch bedingter demokratischer Fortschritt, der den Journalismus eigentlich schon rein ökonomisch fordern sollte, Eigenleistungen zu erbringen, was weit vor der Kommentierung meint: zu recherchieren, anstatt auf PR als Konkurrenz zum Journalismus zu sehen (B7).

Der Journalismus hingegen verbreitete brav, was die Politik sagte (vgl. Reisin 2020a) und reduzierte alle Handlungsoptionen auf das politisch vorgegebene »Flatten the curve«, zu Deutsch: Wer nicht zuhause bleibt, ist eine Lebensgefahr für sich und andere. Dies erschien offenbar den meisten Journalistinnen und Journalisten so logisch, so alternativlos (vgl. Ruß-Mohl 2020a), so faktisch richtig, dass sie nicht einmal der ersten auf der Hand liegenden Recherchefrage nachgegangen sind, nämlich: Welche Folgen könnte das haben? Keine Wirkung ohne Nebenwirkung. Was wird ein Shutdown kosten und wer wird das bezahlen? Was wird dadurch nicht mehr möglich sein? Welche sozialen Folgen eines Lockdowns sind zu erwarten oder wenigstens denkbar, welches Leid wird damit verursacht werden, von Tiertransporten vor verschlossenen Grenzen über Bankrotte von Selbständigen und Unternehmen bis hin zu Todesfällen durch unbehandelte Krankheiten? Was bedeuten die Veränderungen in den Krankenhäusern, was die Unterbrechung globaler Güter- und Menschenbewegungen? Die Liste von Nebenwirkungen ist jedenfalls so lang und vielfältig, dass demokratische Verantwortung für die geplanten Wirkungen nur übernehmen könnte, wer alle Aspekte kennt. Darüber zu informieren war die Aufgabe des Journalismus (vgl. Rieg 2020c) – doch er hat sie nicht angenommen, und zwar möglicherweise nicht aus Unvermögen, nicht aus Bequemlichkeit oder gar persönlicher Angst, sondern aus Größe:

»Die Anfangsphase der Berichterstattung über Corona in Deutschland lässt sich verantwortungsethisch rechtfertigen. Man kann argumentieren, dass die sie prägende Zurückhaltung bis hin zu einer Art Hofberichterstattung den Zweck haben konnte, nicht verantwortlich zu sein für die Folgen (mehr Infizierte!), die es auslösen könnte, z.B. Maßnahmen zur Sozialdistanz anzuzweifeln.« (Prinzing 2020)

Diese Haltung gab es sicherlich. Ich kann mir allerdings überhaupt keine Situation vorstellen, die eine »Art Hofberichterstattung« rechtfertigt. Wenn der Journalismus nichts beizutragen hat, dann soll er schweigen, anstatt zu einer »Art Service-Journalismus« (Linß 2020) zu mutieren. Wer berichten will, muss zuvor recherchieren (vgl. Ziffer 2 des deutschen Pressekodex), umso mehr, als wir die Haltung von Regierungen kennen: »die Bevölkerung muss nicht alles wissen« (B19). Verantwortung für Nichtberichterstattung kann nur übernehmen, wer kennt, was nicht berichtenswert erscheint. Es gibt keine verantwortungsethische Rechercheverweigerung. Ja, die Medien können über eine Entführung schweigen (vgl. Schicha 2019: 38; Pöttker 2019), aber nur, wenn sie die Situation kennen (vertrauliche Mitteilungen der Polizei, eigene Erkenntnisse) und eine Unterrichtung der Öffentlichkeit für deren Orientierung (zu diesem Zeitpunkt) nicht notwendig erscheint. Will irgendeiner der ›Hofberichterstatter‹ behaupten, alle Konsequenzen des staatlichen Handelns recherchiert zu haben und vor diesem profunden Hintergrund all seine Erkenntnisse verschwiegen zu haben? Will irgendeine Redaktion behaupten, anstelle des Souveräns entschieden zu haben, wie viele tote, verletzte, zerstörte Menschen fraglos für den Coronaschutz zu akzeptieren sind, wie viele Milliarden bis Billonen Euro »alternativlos« (B4) in diesem kurzen Moment eingesetzt werden müssen?

Es ging nicht um irgendwelche Kleinigkeiten, es ging auch nicht um investigative Fragen (wann wusste wer was?). Es ging um Basisinformationen für eine demokratische Bürgerschaft. Wie viele Ressourcen dürfen die heute Lebenden für ihr (Über-)Leben von den künftig Lebenden nehmen (laut Regierung »alle verfügbaren«, B3)? Solchen Fragen wurde nicht nachgegangen (vgl. Rieg 2020b). Stattdessen wurde so getan, als sei der Lebensschutz der deutschen Bevölkerung unverhandelbar oberstes Gebot, dem alles andere unterzuordnen sei. Zwar blieb Wolfgang Schäubles kleine Gegenrede (B23) ohne journalistischen Protest, dafür fanden die Medien in Boris Palmer umso fettere Beute (B25). Ein bekannter Poltergeist nannte Palmer gleich »Dummbacke« (B26), eine Qualitätszeitung seinen Hinweis »inakzeptabel« (B27), und es wurde ein journalistisch so beliebtes Kontinuum geschaffen: ›es ist nicht das erste Mal, dass XY negativ auffällt‹ (B24). Der Tübinger Oberbürgermeister hatte gewagt zu fragen, was der Journalismus zu fragen sich weigerte: Was ist mit den Nebenwirkungen des Shutdowns, der laut UN zu vielen Armutstoten führen könnte (B28; Rieg 2020b)? Doch anstatt zu dieser Frage zu recherchieren, scheiterten die Medien an Palmers Hinweis, Abwägungen treffen zu müssen, ebenso wie an seiner Reaktion auf die mediale Skandalisierung (B21, B22).

So viele Fragen wurden nicht gestellt, so viele Regelungen nicht analysiert, soviel Unlogisches nicht benannt, dass nicht vorstellbar ist, ein anderer Journalismus hätte nicht auch zu einer anderen öffentlichen Meinungsbildung geführt.

3. Journalistische Recherche verlangt, Meinungen und Fakten zu erkennen und zu trennen

Die »Trennung von Fakten und Kommentar« (B11) in Veröffentlichungen wird immer wieder diskutiert. Unerlässlich ist sie jedenfalls bei der Recherche. Was banal klingt, scheitert leider empirisch betrachtet ständig (B12). So lesen wir in allen Corona-Statusberichten, dass Covid-19-Patienten ›beatmtet werden müssen‹ (B38). Fakt ist aber allein, dass sie beatmet werden. Ob das auch notwendig ist, lässt sich vom Journalismus gar nicht entscheiden. Die Therapie beruht auf der Meinung der behandelnden Ärzteschaft. Wer aber nicht versteht, dass es sich bei der Entscheidung für die Beatmung um eine Meinung und nicht um ein Naturgesetz handelt, der wird elementare Recherchefragen nicht stellen. Und so ist es mit der gesamten Pandemiebekämpfung: In der Pneumologie, Intensiv- und Palliativmedizin gibt es grundlegend andere Vorstellungen von dem, was zu tun ist – weil sie unterschiedliche Ziele verfolgen und ggf. verschiedenen Lehrmeinungen anhängen (B30).

Anderes Beispiel: Ein dpa-Faktencheck stellte fest: »Regierung plant keine App-Pflicht für Restaurant-Besucher« (B37). Den Beleg für dieses behauptete Faktum sucht man im Text natürlich vergeblich. Denn niemand außer ›der Regierung‹ weiß, was ›die Regierung‹ plant. Kein Informant, kein Protokoll, selbst kein illegal abgehörtes Gespräch könnte da helfen. Es ist die alte Sache mit der falschen Tatsachenbehauptung »Schmidt will nicht Kanzler werden« (Esslinger/Schneider 2015: 24).

Viele Meinungen werden als Tatsachen verkauft. Was ist mit der weit verbreiteten Behauptung, wer auf seine persönliche Freiheit poche, stelle das Leben anderer zu Disposition (B16)? Könnte es sein, dass hier die eigene Meinung für ein Faktum gehalten wird? In seinem Mutmach-Podcast »Wir gegen Corona« äußert sich Hajo Schumacher zur »Wirklichkeitsverzerrung« durch »Schreihälse«. Mehr als 70 Prozent hießen »den Kurs, den ›die da oben‹ vorgeben« gut.

»Die 20 Prozent, die dagegen sind, sind aber die, die immer dagegen sind. Das sind auch die, die den Klimawandel für eine Lüge halten, das sind die, die sagen, Migranten müssen alle im Mittelmeer ertrinken, das sind die, die sagen, dass die Erde eine Scheibe ist, und das sind die, die eine bestimmte Partei wählen – würde ich mal sagen.« (B18, ab 11:07)

Dem Glauben, die Erde sei eine Scheibe, steht diese Weltsicht in nichts nach. Aber wozu recherchieren, wenn man seine Meinung für ein Faktum hält.

Brost und Pörksen (2020) schreiben: »In der ersten Phase der Krise mag es richtig gewesen sein, vor allem auf Virologen zu hören und medizinische Maßnahmen zu diskutieren.« Nein, da irren der »Politikchef der ZEIT« und »der Christian Drosten unter den Medienforschern« (Ruß-Mohl 2020a). Denn um beurteilen zu können, was richtig gewesen sein mag, muss zum einen die Problemstellung geklärt sein, zum anderen braucht es zu dieser dann alle recherchierbaren Sichtweisen. Auf die Virologie zu hören soll ja stets heißen: auf die »Profis« (B35), auf diejenigen, die wissen, was zu tun ist. Das klingt sinnvoll, wenn ich etwas über Viren wissen möchte. Virus-Profis können aber nicht entscheiden, welche Ziele unsere Gesellschaft verfolgt. Viele Probleme haben wir der Expertise von Fachleuten zu verdanken: Begradigte Flüsse, autofreundliche Städte, aseptische Kindheiten, eine tierverarbeitende Großindustrie wie Tönnies, Baumplantagen statt Wälder oder auch eine mit dem Bahnfahren überforderte Bahn (B33). Diese Profis haben getan oder geraten zu tun, was aus ihrer Expertensicht richtig war. »Nicht nur Politik, auch Wissenschaft beruht auf Voraussetzungen, Interessen, Werten, Annahmen, Modellen und Prognosen – kurz: Interpretationen, um die es zu streiten gilt.« (Dotzauer 2020).

Das größte Hindernis für einen Orientierung gebenden Journalismus sind Medienschaffende, die ein Thema verstanden zu haben glauben; denn wem alles klar ist, der hält seine fundierte Meinung für Fakten, für die Wahrheit (B13), die korrekte Weltbeschreibung – und jede andere Sichtweise logischerweise für ›Fake News‹.

4. Fakten verlangen Meinungsvielfalt

Die Leistung des Journalismus ist es, Antworten auf Fragen zu suchen, die ansonsten nicht zur Verfügung stehen. Dazu wird immer gehören, verschiedene Interpretationen der recherchierten Fakten zu liefern, wenn diese Meinungen nicht gar die alleinige Rechercheleistung sind, weil die Fakten schon bekannt sind.

Weil so oft im Journalismus Fakten und Meinungen nicht auseinandergehalten werden, wird der Notwendigkeit von Meinungsvielfalt immer wieder begegnet mit Parolen der Art: »Keine Bühne mehr für Klimaleugner« (B36). Nur: der ›Klimawandelleugner‹ vertritt ja schon dem Namen nach keine Meinung, sondern ignoriert Tatsachen. Den Treibhauseffekt von CO2 kann man messen und experimentell nachstellen, an ihm gibt es nichts zu diskutieren. Wie die Menschheit aber auf die sehr komplexen Nebenwirkungen ihres Wirkens reagieren soll, das kann auch die größte Koryphäe nicht sagen, weil u.a. Interessen und Werte keine Fakten sind, sondern Meinungen. Ob die Menschheit die große Abrissparty feiern, zum Schutz künftiger Generationen von heute auf morgen klimaneutral leben oder sich für irgendetwas dazwischen entscheiden will, ist keine Frage von richtig oder falsch, sondern allein der demokratischen Willensbildung. Das heißt: »Klimawandelleugner« gehören selbstredend auf keinerlei Podium, wer aber die »nach uns die Sintflut«-Haltung vertritt unbedingt. Zu jeder Meinung muss die Gegenposition zu Wort kommen, sonst ist sie keine Meinung mehr, sondern ein behauptetes Faktum oder Glaube, über den es nichts zu diskutieren gibt, nichts abzustimmen, zu wählen, zu verhandeln oder zu kommentieren. Wer keine Meinungsvielfalt will, braucht keinen Journalismus, und ein Journalismus ohne Meinungsvielfalt ist Propaganda.

Um Meinungsvielfalt zu ermöglichen, muss sich der Journalismus von seinem Storytelling ›Gut gegen Böse‹ verabschieden. »Alles wird nur noch in den Kategorien der Freund-Feind-Definition beurteilt. Jedes Argument zum ideologischen Totschläger, der statt einer Begründung das Bekenntnis verlangt.« (Lübberding 2020) Völlig in Ordnung, wenn Christian Drosten zu einer Äußerung des französischen Virologen Luc Montagnier (Nobelpreis 2008 für HIV-Erforschung) meint: »Es ist schwierig für einen aktiven Wissenschaftler in der Virologie zu sagen, dass ein Nobelpreisträger im Fach Virologie Unsinn verbreitet. Aber das ist kompletter Unsinn« (B29). Das sollte dann allerdings mit ähnlicher Apodiktik eben auch ein anderer Virologe über irgendeine Drosten-Meinung in die mediale Diskussion einbringen dürfen (vgl. Meyen 2020). Als es an einem Preprint von Drosten Kritik gab, wurde der gute Virologe von Medien wie von Wachhunden verteidigt, Kampagne (B32) und Skandalisierung (B31) wurde dem Überbringer der Botschaft (B34) unterstellt. Anders beim bösen Virologen Hendrik Streeck (oder dem Virologen, der einen bösen Ex-BILD-Mann in seine Nähe gelassen hat, B10): seine ›Heinsberg-Studie‹ wurde »von Anfang (an) mit höchster wissenschaftlicher und medialer Skepsis begleitet« und er selbst »in der medialen Luft zerfetzt« (Reisin 2020b). Für Meinungsvielfalt, genau das, was als Selbstregelungskraft der Wissenschaft hochgehalten wird, hatte der Journalismus in beiden Fällen wenig Platz. Mit Bezug auf Rezos Pressekritik sah Marion Kuchenny vor allem bei »den Kollegen der großen Printmedien« einen gewissen »Hang, sich selbst für das Maß aller Dinge zu halten und in einer fast schon arroganten Weise die journalistische Deutungshoheit über Themen und deren Bewertung zu beanspruchen« (B9).

5. Meinungsvielfalt verlangt Medienkritik

Es braucht eine fortwährende, tagesaktuelle Diskussion über die Qualität journalistischer Berichterstattung, über Richtigkeit und Fehlerkorrektur, Vollständigkeit, Relevanz, Repräsentativität, Objektivität, Transparenz, Unabhängigkeit, Vielfalt. Öffentliche Medien- bzw. Journalismuskritik ist ein notwendiges Korrektiv, deshalb sollte der Journalismus selbst nach ihr recherchieren, sie hinterfragen und publik machen. Doch »Journalismusjournalismus« (Malik 2004) ist selten – oder auf dem Level ›Irgendwo haben Journalisten keinen Mundschutz getragen‹ (B6). In der Presse »ist die Medienseite […] eine Fernsehprogrammseite oder eine Kulturseite«, eine »Metaebene, um die eigene Arbeit selbstkritisch zu reflektieren« (Schicha 2020) gibt es höchstens in Ansätzen. Eine erste umfassende Studie zur Qualität der Corona-Berichterstattung in der Schweiz (vgl. Eisenegger et al. 2020) fand bisher m.W. in keinem Medienmagazin Beachtung Dabei gehört die Medienkritik als notwendiges Angebot für die Orientierung zwingend in die Medien selbst. Aber schon Fragen zur Arbeitsweise werden im Journalismus offenbar als Anmaßung empfunden, jedenfalls kenne ich keine Berufsgruppe, die seltener und zugeknöpfter antwortet.

»Wer […] wie Claus Eurich […] in der Corona-Berichterstattung nichts als ein ›Systemversagen des Journalismus‹ sieht, meldet sich ab«, kommentierte Werner D’Inka (2020) den »Zwischenruf« des Dortmunder Emeritus (B39), anstatt auch nur irgendeinen Kritikpunkt an die FAZ-Leserschaft weiterzugeben. Die kritischen Anmerkungen von Meier und Wyss (2020) konterte D’Inka mit der Frage »liest er [Meier] denn keine Zeitung?« und diagnostizierte, »den beiden hätte es geholfen«, einen konkreten Artikel in der FAZ und einen in der SZ zu lesen. Unglücklicherweise sind beide erst nach Veröffentlichung der Meier-Wyss-Kritik erschienen. Rechthaberei statt Zurkenntnisnahme einer anderen Weltwahrnehmung.

Aber der Medienforschung wird quasi traditionell wenig Interesse entgegengebracht, worüber Noelle-Neumann schon vor über vierzig Jahren klagte (vgl. 1977: 8) und wozu Ruß-Mohl (2020b) jüngst sagte: »Der Journalismus ist wohl die einzige Profession, von der die zugehörige Wissenschaft nicht ernstgenommen wird. Ich frage mich, ob man weiterhin zu einem Arzt gehen würde, der einem ins Gesicht sagt, er interessiere sich überhaupt nicht für die medizinische Forschung.« Dabei müsste der Journalismus bei der Journalistik ja nicht die Seminarbank drücken, er wäre viel mehr auch dort in seinem Kerngeschäft gefordert, so wie bei Drosten, Streeck, Kekulé & Co. Schließlich gilt nicht nur für Virologie und Epidemiologie: »Wissenschaft ist immer fehlbar, über den Irrtum und über die Überprüfung von Positionen entsteht am häufigsten Fortschritt« (Prinzing 2020).

Über den Autor

Timo Rieg (*1970) ist freier Journalist mit den Schwerpunkten Medienkritik und Demokratieentwicklung. Er hat Biologie in Bochum und Journalistik in Dortmund studiert. Kontakt: rieg@journalistenbuero.com

Literatur

Als Literatur angegeben sind nur Bücher, wissenschaftliche Beiträge und solche, die sich journalistisch mit Journalismus beschäftigen bzw. aus denen mehr als ein Schlagwort zitiert wurde. Alles andere ist der Einfachheit halber in Kurzform als nummerierter Beleg verlinkt, der jeweils nur Beispielcharakter hat.

Abromeit, Heidrun (2002): Wozu braucht man Demokratie? Die postnationale Herausforderung der Demokratietheorie. Opladen: Leske + Budrich.

Brost, Marc/Bernhard Pörksen (2020): Angesteckt. Warum der Journalismus in der Corona-Krise besonders gebraucht wird – und vor welchen Problemen er steht. In: Die Zeit Nr. 16 vom 08.04.2020, S. 6. Online unter https://www.zeit.de/2020/16/coronavirus-berichterstattung-journalismus-information/komplettansicht (22.04.2020)

D’Inka, Werner (2020): Sind alle Journalisten Versager? In: FAZ, 18.04.2020. https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/wie-medienforschung-sich-laecherlich-macht-16729555.html (22.04.2020)

Dotzauer, Gregor (2020): Warum wir nicht nur auf Experten hören dürfen. In: Der Tagesspiegel, 6.4.2020. https://www.tagesspiegel.de/politik/coronavirus-zwischen-demokratie-und-technokratie-warum-wir-nicht-nur-auf-experten-hoeren-duerfen/25713026.html (6.8.2020)

Ehs, Tamara (2020): Krisendemokratie. Sieben Lektionen aus der Coronakrise. Wien: Mandelbaum.

Eisenegger, Mark/Franziska Oehmer/Linards Udris/Daniel Vogler (2020): Die Qualität der Medienberichterstattung zur Corona-Pandemie. [Analyse zur Corona-Berichterstattung in den Schweizer Medien.] Qualität der Medien Studie 1/2020, hrsg. vom Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft (fög) der Universität Zürich, 29.07.2020. https://www.foeg.uzh.ch/dam/jcr:b87084ac-5b5b-4f76-aba7-2e6fe2703e81/200731_Studie%20Leitmedien%20Corona.pdf (19.08.2020)

Esslinger, Detlef/Wolf Schneider (2015): Die Überschrift. Sachzwänge – Fallstricke – Versuchungen – Rezepte. Wiesbaden: Springer VS.

Haarkötter, Hektor (2020): Geht’s auch mal wieder kritisch? In: Menschen Machen Medien, 01.04.2020. https://mmm.verdi.de/beruf/gehts-auch-mal-wieder-kritisch-65457 (14.04.2020)

Jarren, Otfried (2020): Im Krisenmodus. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Zeiten von Corona. In: epd medien, 13, S. 3-6.

Linß, Vera (2020): Berichten die Medien zu unkritisch? Journalismus in der Coronakrise. In: Deutschlandfunk Kultur, Sendung »Breitband«, 21.03.2020. https://www.deutschlandfunkkultur.de/journalismus-in-der-coronakrise-berichten-die-medien-zu.1264.de.html?dram:article_id=473101 (27.04.2020)

Lübberding, Frank (2020): In der Sackgasse. In: FAZ.net, 06.08.2020. https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik-maischberger-debatte-zur-corona-pandemie-bekaempfung-16892431.html (19.08.2020)

Malik, Maja (2004): Journalismusjournalismus. Funktion, Strukturen und Strategien der journalistischen Selbstthematisierung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Meier, Klaus/Vinzenz Wyss (2020): Journalismus in der Krise. Die fünf Defizite der Corona-Berichterstattung. In: Meedia, 09.04.2020. https://meedia.de/2020/04/09/journalismus-in-der-krise-die-fuenf-defizite-der-corona-berichterstattung/ (27.04.2020)

Noelle-Neumann, Elisabeth (1977): Vorwort. In: Klaus Schönbach: Trennung von Nachricht und Meinung. Empirische Untersuchung eines journalistischen Qualitätskriteriums. Freiburg/ München: Karl Alber (Dissertation).

Prinzing, Marlis (2020): Die Krisenbeobachter. In: European Journalism Obervatory, 14.04.2020. https://de.ejo-online.eu/qualitaet-ethik/die-krisenbeobachter-journalismus-waehrend-der-corona-pandemie (27.04.2020)

Meyen, Michael (2020): Kniefall vor der Wissenschaft. In: Medienrealität (Blog), 26.03.2020. https://medienblog.hypotheses.org/9360 (27.04.2020)

Pöttker, Horst (2019): Gladbeck revisited. (Selbst-)Kritik am Journalismus – eine kritische Analyse. In: Communicatio Socialis, (52)1, S. 36-50.

Raether, Elisabeth (2020): Bleibt mir vom Leib! In: Die Zeit Nr. 25, 10.06.2020, p. 1.

Reisin, Andrej (2020a): Staatsräson als erste Medienpflicht? In: Übermedien, 17.03.2020. https://uebermedien.de/47188/corona-krise-staatsraeson-als-erste-medienpflicht/ (25.06.2020)

Reisin, Andrej (2020b): Von der fehlenden journalistischen Distanz zu Christian Drosten. In: Übermedien, 30.05.2020. https://uebermedien.de/49613/von-der-fehlenden-journalistischen-distanz-zu-christian-drosten/ (25.06.2020)

Rieg, Timo (2020a): Ausgeloste Bürgerparlamente – Warum die Politikwissenschaft dringend empirische Forschung zur aleatorischen Demokratie braucht. In: Bayerischer Forschungsverbund Zukunft der Demokratie (Hrsg.): Working Paper Nr. 2, https://fordemocracy.hypotheses.org/2765 (17.08.2020)

Rieg, Timo (2020b): Wir retten Menschenleben mit Menschenleben, ohne darüber zu verhandeln. In: Telepolis, 7.05.2020. https://www.heise.de/tp/features/Wir-retten-Menschenleben-mit-Menschenleben-ohne-darueber-zu-verhandeln-4715085.html?seite=all (27.04.2020)

Rieg, Timo (2020c): Journalismus im Krankenstand. In: Telepolis, 26.03.2020. https://www.heise.de/tp/features/Journalismus-im-Krankenstand-4691152.html (27.04.2020)

Ruß-Mohl, Stephan (2020a): Corona in der Medienberichterstattung und in der Medienforschung. In: bruchstücke – Blog für konstruktive Radikalität, 16.04.2020. https://bruchstuecke.info/2020/04/16/corona-in-der-medienberichterstattung-und-in-der-medienforschung/, pdf-Version auch unter https://de.ejo-online.eu/wp-content/uploads/Corona-in-der-Medienberichterstattung-und-Medienforschung.pdf (27.04.2020)

Ruß-Mohl, Stephan (2020b): »Bei solchem Journalismus bin ich etwas ratlos« (Interview mit Nick Lüthi). In: Medienwoche, 23.04.2020. https://medienwoche.ch/2020/04/23/bei-solchem-journalismus-bin-ich-etwas-ratlos/ (09.05.2020)

Schicha, Christian (2019): Medienethik. Grundlagen – Anwendungen – Ressourcen. München: UVK.

Schicha, Christian (2020): »Kritik ist immer erlaubt und wichtig« (Interview mit Timo Rieg). In: Telepolis, 25.05.2020. https://www.heise.de/tp/features/Kritik-ist-immer-erlaubt-und-wichtig-4727636.html (25.06.2020)

Belege bzw. Beispiele

B1 https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/vereinbarung-zwischen-der-bundesregierung-und-den-regierungschefinnen-und-regierungschefs-der-bundeslaender-angesichts-der-corona-epidemie-in-deutschland-1730934

B2 https://www.tagesschau.de/ausland/cummings-corona-101.html

B3 https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/konjunktur/coronavirus-pandemie-regierung-sagt-kredite-ohne-begrenzung-zu-16677649.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

B4 https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/bundestag-beschliesst-rettungspaket-schuldenbremse-ausgesetzt-li.79512

B5 https://www.dw.com/de/corona-l%C3%B6st-medienboom-im-netz-aus/a-53279549

B6 https://www.deutschlandfunk.de/vorbildfunktion-die-coronaparty-der-medienvertreter.2907.de.html?dram:article_id=475703

B7 https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/medienpolitik/Regierungs-PR-als-Konkurrenz-fuer-Journalisten,politikerpr112.html

B8 https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/podcast-corona-aktuell

B9 https://twitter.com/marion_kuchenny/status/1272191644851412997

B10 https://kress.de/news/detail/beitrag/144947-heinsberg-protokoll-sittenwaechter-nehmen-sich-diekmann-agentur-vor.html

B11 Richtlinie 2.3 zur »Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten«, Schweizer Presserat, https://presserat.ch/journalistenkodex/richtlinien/

B12 http://www.spiegelkritik.de/2020/05/27/tagesschau-faktencheck-checkts-nicht/

B13 https://www.mdr.de/sachsen-anhalt/fuenf-wahrheiten-zur-berichterstattung-ueber-corona-proteste-100.html

B14 https://www.zdf.de/nachrichten/politik/coronavirus-laender-merkel-grossveranstaltung-schulen-kitas-100.html

B15 https://www.tagesschau.de/kommentar/guetersloh-101.html

B16 Kommentar Lorenz Lorenz-Meyer https://bit.ly/2BPUQ6l

B17 »unter Umgehung der Medien«

https://www.tagesschau.de/faktenfinder/trump-wahlbetrug-107.html

B18 »Wir gegen Corona«, Folge 52. https://www.morgenpost.de/podcast/wir-gegen-corona/article229029663/Wir-gegen-Corona-Folge-52-Nimm-mich-bitte-mal-in-den-Arm.html

B19 https://www.tagesspiegel.de/politik/wie-gut-ist-die-krisenkommunikation-der-regierung-die-bevoelkerung-muss-nicht-alles-wissen/25730000.html

B20 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1107690/umfrage/zufriedenheit-mit-den-reaktionen-der-medien-auf-die-covid-19-corona-pandemie/

B21 FAZ »Podcast für Deutschland« vom 27. Mai 2020. Auszug des Gesprächs:

Tami Holderried: »Sie sind so verstanden worden, dass es sich nicht lohnen würde, um jedes Menschenleben zu kämpfen. (…)«

Palmer: So konnten es aber nur Leute verstehen, die entweder nicht zugehört haben, den Kontext nicht sehen wollten oder halt böswillig sind. […]«

Holderried »Für die Aussagen über die Corona-Maßnahmen haben Sie sich aber hinterher entschuldigt. Also können Sie auch ein Stück weit nachvollziehen, dass Sie mit solchen Aussagen anecken? «

Palmer: »Sie sollten exakt bleiben. Ich habe mich nicht für die Aussagen entschuldigt, sondern für die ungewollten Wirkungen. […]«

https://www.faz.net/podcasts/f-a-z-podcast-fuer-deutschland/warum-boris-palmer-bei-den-gruenen-bleiben-will-16788763.html

B22 https://www.tuebingen.de/Dateien/stellungnahme_corona_ob.pdf

B23 https://www.tagesspiegel.de/politik/bundestagspraesident-zur-corona-krise-schaeuble-will-dem-schutz-des-lebens-nicht-alles-unterordnen/25770466.html

B24 »Palmer stand in den vergangenen Jahren wiederholt wegen provokanter Äußerungen in der Kritik. Es ist das erste Mal, dass er sich ausdrücklich entschuldigt hat.« https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/tuebingen/palmer-bekraeftigt-entschuldigung-nach-aeusserung-alte-menschen-100.html

B25 https://taz.de/Boris-Palmer-und-die-Coronakrise/!5682102/

B26 https://www.bild.de/politik/kolumnen/franz-josef-wagner/post-von-wagner-lieber-boris-palmer-70357844.bild.html

B27 https://www.sueddeutsche.de/politik/boris-palmer-inakzeptabel-1.4890996

B28 Palmer Interview https://www.sat1.de/tv/fruehstuecksfernsehen/video/202082-oberbuergermeister-boris-palmer-spricht-ueber-die-deutsche-wirtschaft-clip

B29 https://www.ndr.de/nachrichten/info/coronaskript194.pdf

B30 https://www.deutschlandfunk.de/palliativmediziner-zu-covid-19-behandlungen-sehr-falsche.694.de.html?dram:article_id=474488

B31 https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/streit-ueber-corona-studie-von-christian-drosten-die-maer-vom-unfehlbaren-wissenschaftler-a-15f5e38c-0b76-4a07-aa73-bb9863d3ca56

B32 https://medienwoche.ch/2020/06/04/kampagne-statt-kritik-was-bei-bild-vs-drosten-schief-lief/

B33 https://www.heise.de/tp/features/Ab-Sonntag-gilt-ein-neuer-Fahrplan-der-Bahn-und-wieder-soll-vieles-besser-werden-4245027.html

B34 https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/fragwuerdige-methoden-drosten-studie-ueber-ansteckende-kinder-grob-falsch-70862170.bild.html

B35 https://bit.ly/31Cunnt

B36 https://www.republik.ch/2019/04/25/keine-buehne-mehr-fuer-klimaleugner

B37 https://www.presseportal.de/pm/133833/4627315

B38 »Für 80 Prozent der infizierten Menschen verläuft eine Corona-Infektion mild, bei 20 Prozent schwer und rund fünf Prozent trifft es richtig hart. Sie kommen auf die Intensivstation, müssen beatmet werden und kämpfen um ihr Leben.« https://www.br.de/nachrichten/bayern/reha-klinik-in-pfronten-macht-corona-patienten-wieder-fit,S3VSynC

B39 http://www.interbeing.de/2020/04/06/journalismus-desastroes-ein-zwischenruf/

Fussnote

1 Der Beitrag wurde von der Redaktion gegendert.


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Zitationsvorschlag

Timo Rieg: Desinfektionsjournalismus. Die Corona-Berichterstattung ist kein Leuchtturm der Orientierung. In: Journalistik, 2, 2020, 3. Jg., S. 159-171. DOI: 10.1453/2569-152X-22020-10684-de

ISSN

2569-152X

DOI

https://doi.org/10.1453/2569-152X-22020-10684-de

Erste Online-Veröffentlichung

September 2020

5 Comments

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