Berit von der Lippe, Rune Ottosen (Hrsg.): Gendering War and Peace Reporting rezensiert von Julia Lönnendonker

Der Sammelband „Gendering War and Peace Reporting“ von Ottosen und von der Lippe untersucht die Rolle von Gender in der Kriegsberichterstattung. Die Berichterstattung über Kriege ist traditionell männlich besetzt. Die Herausgeber fragen, ob sich durch die zunehmende Präsenz von Frauen einerseits als Kriegsreporterinnen und andererseits auch als Funktionärinnen im Militär und in der Politik die Berichterstattung von der Front verändert hat und ob die weibliche Perspektive zu einer stärkeren Beschäftigung mit den Kriegsopfern als den bislang dominierenden technischen und strategischen Aspekten des Kriegs führen wird. Weiterlesen

Hans Mathias Kepplinger: Totschweigen und Skandalisieren rezensiert von Guido Keel

Journalisten machen Fehler – wie alle anderen Berufsleute auch. Für den lang gedienten Mainzer Kommunikationswissenschaftler Hans Mathias Kepplinger haben diese Fehler aber eine größere Relevanz: Er sieht sie im direkten Zusammenhang mit dem Vertrauensverlust in die Medien. Daraus resultiere ein Problem für die demokratische Gesellschaft, die darauf angewiesen ist, dass die Bürgerinnen und Bürger den Medien vertrauen. Weiterlesen

Lars Rinsdorf: Redaktionelle Strategien entwickeln rezensiert von Kristina Wied

Die Medienlandschaft verändert sich tagtäglich. Digitalisierung und technologische Innovationen treiben diese Veränderungen wesentlich an. Damit wandeln sich auch die Rahmenbedingungen, unter denen Journalismus in Redaktionen entsteht. Wie können Medienhäuser darauf reagieren? Durch planvolles Handeln und mit Hilfe redaktioneller Strategien, wie Lars Rinsdorf in seinem Buch Redaktionelle Strategien entwickeln vielschichtig ausführt. Weiterlesen

Matt Carlson: Journalistic Authority rezensiert von Katherine M. Engelke

Warum sollten Journalisten überhaupt Gehör finden? Die Antwort auf diese Frage liegt Matt Carlson zufolge in der journalistischen Autorität begründet. Da die bisherige Literatur sich durch eine nur oberflächliche Auseinandersetzung mit diesem Thema auszeichnet, wendet sich Carlson in seinem Buch Journalistic Authority einer weiteren Frage zu: Wodurch erlangt der Journalismus seine Autorität? Weiterlesen

Ideologische Repräsentation der US-Präsidentschaftskandidaten in den Leitartikeln englischer Online-Zeitungen in Russland Eine kritische Diskursanalyse

von Swetlana Maschinez / Diese Studie untersucht die ideologische Repräsentation der US-Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump in den Leitartikeln der drei englischsprachigen Online-Zeitungen in Russland: Sputnik International, Russland Beyond the Headlines und The Moscow Times. Mit Hilfe von Jägers Ansatz der kritischen Diskursanalyse, van Leeuwens Modells der Repräsentation sozialer Akteure, sowie van Dijks Konzept des ideologischen Quadrats, konnten mehrere Taktiken identifiziert werden, die die öffentliche Meinung über die Kandidaten beeinflussen sollten. Die Ergebnisse zeigen, dass die staatsnahen Medien eine zunehmend positive Einstellung gegenüber Donald Trump vertraten, während sie Hillary Clinton in ihrer Berichterstattung eher negativ darstellten. Weiterlesen

Bürgerreporter: zwischen Partizipation und professioneller Redaktion Formate des Bürgerjournalismus im Lokalfernsehen

von Gabriele Hooffacker / Unter welchen Bedingungen kann Partizipation im Lokalfernsehen gelingen? Was motiviert Bürgerreporter, was erwarten die Redaktionen? Welche Formate eignen sich dafür? Mehrere Forschungsprojekte der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig haben sich mit der Einbeziehung von Bürgerreportern im Lokalfernsehen befasst. Aus den Ergebnissen lassen sich Faktoren für das Gelingen partizipativer Formate im Lokalfernsehen ableiten. Weiterlesen