Uwe Krüger: Mainstream. Warum wir den Medien nicht mehr trauen rezensiert von Guido Keel

Deutschland hat ein Problem mit seinem Journalismus. Von dieser Feststellung ausgehend, nimmt sich der Leipziger Medienwissenschaftler Uwe Krüger der Frage an, woran es liegt, dass in den vergangenen Jahren die Bevölkerung gegenüber den Medien offenbar immer misstrauischer und kritischer geworden ist. Und zwar nicht nur bei denen, die laut über die „Lügenpresse“ schimpfen, sondern quer durch das politische Spektrum. Weiterlesen…

Irma Nelles: Der Herausgeber. Erinnerungen an Rudolf Augstein rezensiert von Beatrice Dernbach

Sie beginnt mit dem Abschied. Rudolf Augstein liegt am 31. Oktober 2002 mit einer schweren Lungenentzündung im Israelitischen Krankenhaus Hamburg. Er stirbt einige Tage später, am 7. November, kurz nach seinem 79. Geburtstag. Auf der Taxifahrt nach Hause beginnt sie zu weinen. „Was Schlimmes passiert?“, fragt der Fahrer. „Nein, etwas Normales.“ – „Ihr Freund?“ Sie denkt: „… in seltenen, flüchtigen Augenblicken waren wir sogar befreundet“. Irma Nelles, geboren 1946, stieß im Sommer 1973 über das Bonner Büro zum Spiegel. Weiterlesen…

Lorenz Matzat: Datenjournalismus. Methode einer digitalen Welt rezensiert von Holger Müller

Quo vadis? Wenn es um die Zukunft des Journalismus im digitalen Wandel geht, fallen in akademischen Beiträgen und Redaktionen häufig ähnliche Schlagworte: Crossmedia, Communities und Datenjournalismus. Jede dieser Herangehensweisen stellt für sich genommen eine Methode dar, das Internet als Plattform zu nutzen, um kurzfristig Aufmerksamkeit und langfristig Erlöse zu generieren. Vor den Erlösen steht allerdings zunächst der Aufwand, wie Lorenz Matzat exemplarisch in seinem Buch Datenjournalismus. Methode einer digitalen Welt zeigen möchte. Weiterlesen…

Tim Kukral: Arbeitsbedingungen freier Auslandskorrespondenten rezensiert von Julia Lönnendonker

Auslandskorrespondent – das klingt für viele angehende Journalisten nach prestigeträchtigem Traumberuf. Wie sehen aber – abseits festangestellter Korrespondentenstellen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk – die Arbeitsbedingungen freier Auslandskorrespondenten aus? Und wie hat sich ihre Situation im Zuge der Medienkrise und den dadurch bedingten ökonomischen Zwängen entwickelt? Profitieren sie gar vom Abbau fester Korrespondentenstellen, indem sie Lücken füllen, die zuvor von festangestellten Kollegen bedient wurden oder bekommen ,Freie’ ebenso zu spüren, dass die Ausgaben für die Auslandsberichterstattung zurückgefahren werden? Weiterlesen…