Jens Radü: New Digital Storytelling. Anspruch, Nutzung und Qualität von Multimedia-Geschichten

Rezensiert von Wibke Weber / Über digitales Storytelling wurde bereits viel geschrieben, in wissenschaftlichen Artikeln wie in Praxishandbüchern; und im Journalismus haben sich Multimedia-Geschichten längst etabliert. Als Best-Practice-Beispiel und Prototyp fürs multimediale Erzählen wird immer wieder die Multimedia-Reportage Snow Fall (New York Times 2012) zitiert. Warum also noch ein Buch zu diesem Thema?

Bernd-Peter Arnold: Die Medien sind an allem Schuld!? Behauptungen – Vermutungen – Erklärungen

Rezensiert von Hans-Dieter Kübler / Kritik des Journalismus zumal aus Insider-Sicht gibt es derzeit zuhauf und ist wohlfeil. Dennoch hält der Autor, der langjährig Hörfunkjournalist und Wellenchef beim Hessischen Rundfunk war und nun an der Johannes-Gutenberg-Universität zu Mainz einschlägig lehrt, die verbreitete und tief sitzende »Unkenntnis« über »Struktur und Arbeitsweise der Medien« dafür verantwortlich, dass das im Titel formulierte gängige Vorurteil weiterhin grassiert und sich sogar verfestigt.

Social Media als Quelle journalistischer Arbeit Einfluss der Facebook- und Twitter-Beiträge von PolitikerInnen auf die Berichterstattung von Tageszeitungen

von Anna Spatzenegger / Der vorliegende Artikel analysiert, inwiefern JournalistInnen die Auftritte von PolitikerInnen in Sozialen Netzwerken als Quelle für die Berichterstattung nutzen. Mittels einer Inhaltsanalyse wurden sechs Tageszeitungen und die Facebook- und Twitter-Accounts von neun PolitikerInnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz untersucht.

Michael Haller, Walter Hömberg (Hrsg.): »Ich lass mir den Mund nicht verbieten!«. Journalisten als Wegbereiter der Pressefreiheit und Demokratie.

Rezensiert von Hans-Dieter Kübler | »Ich habe die Redefreiheit niemals als eine generelle Erlaubnis zum Fälschen verstanden, als Spielweise, wo aus eigener Machtvollkommenheit ohne Respekt vor den Tatsachen behauptet werden kann, was einem gerade gefällt«. Das ist keine zeitgenössische Mahnung aus der Ära von Fake News, Hate Speech und Echokammern, sondern sie stammt von Daniel Defoe, dem englischen Schriftsteller und Journalisten. Weiterlesen

Historisch bedingt Zum Akzeptanzdefizit der Journalistik in Deutschland

von Horst Pöttker / In Deutschland ist die Universitätsdisziplin Journalistik, die gegenüber dem Journalistenberuf Innovations- und (Aus-)Bildungsaufgaben zu erfüllen hat, im Vergleich zu den USA, aber auch zu Russland wenig akzeptiert. Das drückt sich u. a. in einer ablehnenden Haltung von Medienpraktikern gegenüber wissenschaftlicher Berufsbildung von Journalistinnen und Journalisten aus. Der Aufsatz geht den Gründen dafür nach.

Lauren Lucia Seywald: Investigativer Journalismus in Österreich. Geschichte, Gegenwart und Zukunft einer Berichterstattungsform

Rezensiert von Boris Romahn | Lauren Lucia Seywald ist Master-Absolventin des Wiener Instituts für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, freie Journalistin und Projektleiterin bei ichschreibe.at. In dem vorliegenden Buch verfolgt sie zwei Ziele: zum einen Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren für investigativen Journalismus zu ergründen, zum anderen mehr über das berufliche Selbstverständnis von Medienmacher*innen, die ›investigative reporting‹ betreiben, zu erfahren. Weiterlesen