BILD dir dein Afrika Eine Diskursanalyse von Afrika-Repräsentationen in der Bild-Zeitung im Kontext der Covid-19 Pandemie

von Lukas Franziskus Adolphi / Der vorliegende Beitrag ist eine diskursanalytische Untersuchung von Artikeln der BILD-Zeitung über Afrika im Kontext der Covid-19 Pandemie. Ziel ist es, zugrundliegende rassistische, koloniale und somit herrschaftsstützende Logiken sichtbar zu machen. Journalismus wird dabei als diskursives Machtinstrument verstanden, welches Herrschaftszustände entweder stabilisieren oder gefährden kann. Die empirische Analyse zeigt darüber hinaus die subversiven Möglichkeiten und gesellschaftliche Verantwortung journalistischer Arbeit auf.

Alexandra Borchardt: „Mehr Wahrheit wagen. Warum die Demokratie einen starken Journalismus braucht“ und Birk Meinhardt: „Wie ich meine Zeitung verlor. Ein Jahrebuch.“

Rezensiert von Horst Pöttker / »Das vorliegende Buch beschäftigt sich mit Bedürfnissen und dem Verhalten des Publikums auf der einen und den Zwängen und Möglichkeiten des Journalismus auf der anderen Seite. Sein wichtigstes Anliegen ist: Beide Seiten sollten sich nicht als Gegner verstehen, sondern als Partner, die ein gemeinsames Ziel verfolgen. Idealerweise jenes, das Leben für den Einzelnen und das Zusammenleben in der Gesellschaft ein kleines bisschen besser zu machen.«

Tanja Köhler (Hrsg.): Fake News, Framing, Fact-Checking. Nachrichten im digitalen Zeitalter

Rezensiert von Stephan Mündges / Die Nachricht kann mit Fug und Recht als Kernelement des Journalismus bezeichnet werden. Das, was neu, relevant, aktuell ist, wird von Journalist*innen als Nachricht in die Welt getragen. Die Nachricht und mit ihr der Nachrichtenjournalismus sehen sich aber, wie der Journalismus insgesamt, massiven Veränderungen und existenziellen Bedrohungen ausgesetzt: Disintermediation, der Aufstieg digitaler Plattformen und mit ihm verbunden die Revolution von Kommunikationsprozessen, die ökonomische Krise journalistischer Medienunternehmen – um nur einige wenige zu nennen.

Editorial

Nicht erst seit Ausbruch der Corona-Seuche entbrennen Debatten darüber, wie frei unsere Gesellschaft ist und welche Rolle unsere Medien spielen…

Konstruktiven Journalismus lehren Wie lösungsorientierter Journalismus als Rollenmodell und Werkzeug zur Journalismusausbildung beitragen kann

von Gabriele Hooffacker / Bringt das Konzept des »konstruktiven Journalismus« Neues für die Journalismuslehre? Der Essay zeigt, dass der Ansatz des konstruktiven Journalismus produktiv und anregend in der Aus- und Fortbildung eingesetzt werden kann. Er hilft bei der Selbstverständigung der Gesellschaft zu Konfliktthemen und entlastet als alternatives Berichterstattungsmuster Journalistinnen und Journalisten. Bei Ereignissen, die als krisenhaft dargestellt werden, kann der konstruktive Journalismus unterschiedliche Lösungswege aufzeigen.

Political Correctness – eine Gefahr für den Journalismus? Fakten geben die Antwort

von Ingo von Münch / Über Political Correctness (auch: Cancel Culture) ist in vielen Medien viel geschrieben worden. Weniger Beachtung hat bisher die Frage gefunden, ob – und wenn ja: warum – die Political Correctness eine gravierende Gefährdung der Pressefreiheit und damit eine Gefahr für den Journalismus darstellt. Der folgende Debattenbeitrag beantwortet und bejaht diese Frage mit dem Hinweis auf die Stichworte Informationssperren, Themenblockaden, obrigkeitliche Formulierungsvorgaben und Trend zu Intoleranz.

Political Correctness und Cancel Culture – eine Frage der Macht! Plädoyer für einen Perspektivwechsel

von Martina Thiele / Die Autorin plädiert für einen Perspektivwechsel in der publizistischen Kontroverse über Political Correctness und Cancel Culture. Statt über einzelne Begriffe und Sprache oder pauschal über Meinungsfreiheit und Zensur zu diskutieren, sollten Privilegiertheit und Macht ins Zentrum der Debatte rücken, zum einen, um zu klären, wer von welcher Position aus den gesellschaftlichen Diskurs bestimmen kann, zum anderen, um Widersprüche aufzuzeigen. Denn zumeist behaupten diejenigen, die über publizistische Macht verfügen, von Sprechverboten und Zensur bedroht zu sein.

Jens Radü: New Digital Storytelling. Anspruch, Nutzung und Qualität von Multimedia-Geschichten

Rezensiert von Wibke Weber / Über digitales Storytelling wurde bereits viel geschrieben, in wissenschaftlichen Artikeln wie in Praxishandbüchern; und im Journalismus haben sich Multimedia-Geschichten längst etabliert. Als Best-Practice-Beispiel und Prototyp fürs multimediale Erzählen wird immer wieder die Multimedia-Reportage Snow Fall (New York Times 2012) zitiert. Warum also noch ein Buch zu diesem Thema?

Bernd-Peter Arnold: Die Medien sind an allem Schuld!? Behauptungen – Vermutungen – Erklärungen

Rezensiert von Hans-Dieter Kübler / Kritik des Journalismus zumal aus Insider-Sicht gibt es derzeit zuhauf und ist wohlfeil. Dennoch hält der Autor, der langjährig Hörfunkjournalist und Wellenchef beim Hessischen Rundfunk war und nun an der Johannes-Gutenberg-Universität zu Mainz einschlägig lehrt, die verbreitete und tief sitzende »Unkenntnis« über »Struktur und Arbeitsweise der Medien« dafür verantwortlich, dass das im Titel formulierte gängige Vorurteil weiterhin grassiert und sich sogar verfestigt.